Geburtsbericht

Hallöchen,

Heute möchte ich euch mal von etwas sehr persönlichen berichten – der Geburt von Paulina.
Warum jetzt weiß ich auch nicht, schließlich ist es bereits über anderthalb Jahre her.
Nur in letzter Zeit habe ich immer mal wieder dran gedacht und da ich früher auch immer gern die Berichte gelesen habe möchte ich euch hier auch einfach mal teilhaben lassen.

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Aufgeschrieben hatte ich ihn bereits im Februar 2013 bei Urbia.de und hab ihn jetzt einfach mal hier her kopiert.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. 🙂

Entbindungstermin war der 06.12., da wäre sie ein Nikolauskind geworden. Mein Freund hatte sich allerdings noch lieber den 12.12.12 gewünscht. Es wurde aber der 03.12. 🙂

Auf dem CTG sichtbare Wehen hatte ich schon ab ca. der 25. SSW, bei denen ich zwar merkte, dass mein Bauch hart wurde, ich aber keine Schmerzen hatte. Meine Arbeitszeit wurde dann erst verkürzt, da ich den ganzen Tag gestanden hab und zwei Wochen vor Mutterschutz bekam ich noch Beschäftigungsverbot, weil meine Ärtztin Angst hatte, dass es los geht.
Hatte ansonsten eine komplikationslose Schwangerschaft. Die Wehen auf dem CTG bei der Frauenärztin blieben und mein Muttermund öffnete sich. Erst ein Finger durchlässig, beim nächsten Termin dann Zwei. Ich hatte Hoffnung, dass es eher losgehen würde. Da die im Krankenhaus bei der Voruntersuchung mein Mäuschen so klein (wie sie fanden) gemessen hatten, sollte ich deswegen am 29.11. zum Wehenbelastungstest.

Nix passierte, also waren wir 7 Uhr da. Es wurde CTG gemacht, der Muttermund war immernoch zwei Finger durchlässig und ich bekam einen Einlauf. Dann wurde mir der Wehentropf angehängt, was für mich ganz schlimm war, da ich so eine Nadelphobie habe.
Also haben sie angefangen aufzudrehen. Schon nach dem ersten Hochdrehen sind die Herztöne abgefallen. Ich hatte so Angst um mein Kind und vor einem Kaiserschnitt. Da kam dann der Arzt und hat mir irgendein Gegenmittel gespritzt. Davon fing mein Herz an zu rasen und ich war voll am zittern. Da hatte ich mich erstmal satt. Nach kurzer Pause haben sie den Tropf wieder angestellt.

Ab da begann das warten. Ich muss dazu noch sagen, dass unser Krankenhaus ein sehr Kleines ist, in dem nicht täglich ein Kind kommt. Ich lag den ganzen Tag auf dem Kreissaalbett am CTG mit Tropf am Arm. Es war so unbequem und ich konnt irgendwann nicht mehr liegen.
Die Herztöne fielen nicht mehr ab, aber es passierte auch sonst nichts. Also wurde ich abends auf mein Zimmer entlassen, durfte aber nicht nach Hause, weil sie davon ausgingen, dass der Tropf echte Wehen anregen würde und meine Blase schon so gespannt wäre. Also schlafen.
Am nächsten Morgen dann wieder CTG. Nichts, nicht mal die Wehen die sonst immer zu sehen waren. Erstmal wieder aufs Zimmer und dann Mittags nochmal CTG. Nichts.
Ich durfte dann übers Wochenende nach Hause und sollte Montags (03.12.) wieder kommen. Ich hab mich gefreut. 🙂

Wir verbrachten noch ein entspanntes Wochenende, an dem nix passierte.

Wieder im Krankenhaus ging es los wie am ersten Tag. CTG und ran an den Tropf. Sie wollten sie jetzt rausbekommen, weil viele Ärzte da waren, falls der Herzschlag wieder abfällt.

Ich dachte nur, Oh nein, jetzt geht das wieder los. Bis 14 Uhr passierte wieder nix, außer leichtes Ziehen im Rücken.

Ich wurde vom Chefarzt untersucht und wir waren bei 4 cm. Und das ohne Schmerzen als Erstgebärende. Er wollte die Fruchtblase öffnen. Erst nahm er eine Zange, dass hat aber nicht funktioniert, also hat er dann von der Hebamme irgendeinen Fingerling bekommen. Das hatte dann geklappt und es wurde nass unter mir. Da war es 14.10 Uhr.

Ich dachte mir, da warten wir mal was passiert. Aber ich brauchte nicht warten. Ich hatte meine erste richtige Wehen. Und nach zwei Minuten gleich noch eine. Ich musste sie verazmen! Ungefähr nach 10 min waren wir schon bei anderthalb Minuten Abstand. Ich hatte soooo Schmerzen. Ich denke das lag an diesem Wehentropf. Irgendwann hatte ich fast keine Pausen mehr zwischen den Wehen. Ich wollte was gegen die Schmerzen. Die Hebamme sagte aber, dafür ist es zu spät, sie können gleich pressen. Ich konnte meine Atmung aber kaum noch kontrollieren. Meine Hände waren angeschwollen und wie eingeschlafen. Ich hab meinen Kopf nur noch gegen die Metallstrebe am Bett gepresst. 😀
Irgendwann durfte ich pressen und nach 4-6 mal (ich weiß es nicht mehr genau) war der Kopf da und ich sollte Hecheln. Gleich danach wurde auch der Körper geboren. Es war 15.15 Uhr

Ich bekam sie auf den Bauch gelegt und sie hat mich erstmal angepullert. Mein Schatz durfte die Nabelschnur durchschneiden und sie wurde gewogen, vermessen und gewaschen. Angelegt habe ich sie auch gleich.
Ich war weder gerissen noch geschnitten (davor hatte ich auch große Angst). Mein Schatz meinte, so wie die dich eingeölt hat konnte da auch gar nichts passieren.

Mein Freund war auch die ganze Zeit bei mir und hat mich prima unterstützt. Wir durften noch lange kuscheln und dann aufs Zimmer. Jetzt ist Paulina schon 11 Wochen (Das war am 19.02.13 – jetzt ist sie 1 1/2 Jahre) und unser Sonenschein. Ich hatte nie gedacht, dass es so schnell geht (1 Stunde), aber die Wehen waren dadurch auch echt hart. Aber sie sind auch schon fast vergessen. ❤

Paulinas Daten:

2760 g (gar nich zu klein)
47 cm
KU 32 cm